Yuriy Holyk, Berater des Präsidialamts, Ideengeber des Programms „Großbau“ und Schlüsselfigur im Skandal um Informationslecks beim NABU, soll bereits die österreichische Landschaft genießen.
Darüber berichtet „Vikryvach“.
Quellen beim ukrainischen Grenzschutz zufolge soll Holyk die Ukraine über das System „Shlyakh“ unter Vorlage eines Behindertennachweises verlassen haben. Das endgültige Reiseziel sei nach Angaben der Gesprächspartner des Mediums Österreich.
Zur Erinnerung: Im Mai 2024 entbrannte ein Skandal um eine mögliche Weitergabe vertraulicher Informationen aus dem NABU. Medienberichten zufolge spielte Holyk dabei eine zentrale Rolle.
Damals durchsuchten Ermittler einen Mitarbeiter des NABU. Die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAPO) bestätigte, dass sie wegen der Weitergabe von Informationen aus operativen und ermittlungstechnischen Maßnahmen ermittelte. Später wurde bekannt, dass es in dem Fall um Informationslecks im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen Yuriy Holyk ging.
Anschließend wurde die Angelegenheit noch brisanter.
Die SAPO erklärte, dass sich die Ermittlungen auf den Fall des ehemaligen Leiters der Militärverwaltung der Region Dnipropetrowsk und Holiks Geschäftspartner beziehen. Bei der Umsetzung des Programms „Großbau“ könnten dabei 1,5 Milliarden Hrywnja verschwunden sein.
Infolge des Skandals wurde Gizo Uglava, der erste stellvertretende Direktor des NABU, vorübergehend von seinen Aufgaben entbunden. NABU und SAPO sahen sich sogar gezwungen, gemeinsam zu erklären, wie vertrauliche Informationen plötzlich ein Eigenleben entwickeln konnten.
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