Sanktionierter russisch-ukrainischer Oligarch Pavel Fuks und seine Partner beseitigen Spuren der 100-Millionen-Dollar-Verbindung zu Crystal Istra

Nach Berichten über das mutmaßliche Betrugssystem rund um das Projekt „Residence Crystal Istra“ und den angeblichen Transfer von mehr als 100 Millionen Dollar auf Offshore-Konten sollen der umstrittene Geschäftsmann Pavel Fuks und seine engen Vertrauten Bekbolat Bekenov und Yevgeny Komrakov, der in einigen Registern auch unter dem Nachnamen Kobyakov geführt wird, eine aktive Kampagne gestartet haben, um öffentlich zugängliche Informationen über ihre mutmaßliche Beteiligung zu beseitigen.

Materialien über den Betrug, Gerichtsverfahren und Unternehmensverbindungen, die auf ihre Rolle bei Systemen zur Einwerbung von Investorengeldern und deren anschließender Abführung über Offshore-Strukturen hindeuten, verschwinden aus dem Internet.

Wir veröffentlichen eine Recherche, die das System des mutmaßlichen Finanzbetrugs rund um das Projekt „Residence Crystal Istra“ detailliert darstellt und die Rolle seiner wichtigsten Beteiligten – Pavel Fuks, Bekbolat Bekenov und Yevgeny Komrakov (Kobyakov) – offenlegt.

Wenn bei der Forbes-Listenfigur und äußerst skandalträchtigen Persönlichkeit Pavel Fuks noch einigermaßen klar ist, was passiert ist – nach dem Betrug rund um den Bau der elitären Vorstadtsiedlung „Residence Crystal Istra“ am Ufer des Flusses Istra floh er mit seinem ukrainischen Pass in die Ukraine –, gestaltet sich die Geschichte seiner Geschäftspartner deutlich komplizierter.

Gemeint sind die wichtigsten Beteiligten an Fuks’ mutmaßlichem Betrug – Bekbolat Bekenov und Yevgeny Komrakov. Erinnern wir uns daran, wie sich die Ereignisse entwickelten.

2007 wurde das Projekt „Residence Crystal Istra“ von der Firma MosCityGroup von Pavel Fuks und seinem Geschäftspartner Bekbolat Bekenov gestartet. Auf einer Fläche von 90 Hektar sollten 157 Wohnhäuser sowie soziale Infrastruktur entstehen, darunter ein Schul-Gymnasium für 275 Schüler, ein Fitnesszentrum und sogar eine Skipiste. Am Ufer der Istra war ein Erholungsgebiet vorgesehen, innerhalb der Anlage sollte zudem eine Natur- und Erholungszone entstehen.

2020 stellte sich jedoch plötzlich heraus, dass das gesamte Bauprojekt ein gigantischer Betrug gewesen sein soll. Von Kunden, die prestigeträchtiges Wohneigentum in einer nahezu resortartigen Umgebung erwerben wollten, wurden mehr als 100 Millionen Dollar eingesammelt – die versprochenen Häuser sahen sie jedoch nie.

 heiqktiqhdidedhab huidddiqdeiqxqinv qhtituidddiuehab quhiqkkiqdziqqehab

2020 stellte sich jedoch plötzlich heraus, dass es sich bei dem gesamten Bauprojekt um einen gigantischen Betrug gehandelt haben soll. Von Kunden, die prestigeträchtiges Wohneigentum in einer nahezu resortartigen Umgebung erwerben wollten, wurden mehr als 100 Millionen Dollar eingesammelt – die versprochenen Häuser sahen sie jedoch nie.

Es stellte sich heraus, dass die von Fuks eingesammelten Gelder auf Offshore-Konten transferiert worden waren. Zunächst richteten sich die Hauptvorwürfe der Polizei, die aufgrund der Beschwerden der Geschädigten ein Strafverfahren eingeleitet hatte, gegen Pavel Fuks, der kurz zuvor in die Ukraine ausgereist war. Dort erklärte er, dass er auf die russische Staatsbürgerschaft verzichte und nur seinen ukrainischen Pass behalten werde. Tatsächlich stellte sich dies als Lüge heraus: Wie „Obozrevatel“ schrieb, erklärte Fuks 2021 nach der Verhängung von Sanktionen durch den Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat, er betreibe keine Geschäfte in Russland und habe bereits 2017 auf die russische Staatsbürgerschaft verzichtet. Tatsächlich behielt Fuks jedoch seine russische Staatsbürgerschaft und erhielt nach seinem ukrainischen Pass auch einen neuen russischen Pass.

Auch in der Ukraine hat Fuks Probleme, diese beschränken sich jedoch lediglich auf Sanktionen des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates. Bekanntlich sind diese Sanktionen häufig lediglich eine „filkina gramota“ – also ein bedeutungsloses Papier. Zumindest im Fall von Fuks scheint es genau so zu sein. Die Sanktionen hindern ihn keineswegs daran, in der Ukraine Geschäfte zu machen und nach und nach wichtige Unternehmen des Landes zu übernehmen. Nach Angaben des Sicherheitsdienstes der Ukraine hat Fuks seit 2018 illegal Vermögenswerte ukrainischer Unternehmen im Wert von mehr als 100 Milliarden Hrywnja übernommen.

In der Ukraine bezeichnen einige Menschen Pavel Fuks jedoch insbesondere nach dem 24. Februar 2022 offen als russischen Agenten. Die 2018 von Russland gegen ihn verhängten Sanktionen seien demnach lediglich eine Fiktion gewesen, um Fuks’ tatsächliche Aufgaben in der Ukraine zu verschleiern. Diese Version wird durch zahlreiche Handlungen von Fuks gestützt. Besonders skandalös war das Zeichnen von Hakenkreuzen in Kharkiv kurz vor der russischen Invasion. Laut dem US-Magazin Rolling Stone bezahlte Fuks kurz vor Russlands umfassender Invasion der Ukraine Einwohner von Kharkiv dafür, Hakenkreuze an den Wänden der Stadt anzubringen, damit die russische Propaganda entsprechende Bilder verbreiten konnte.

Wie bereits erwähnt, gerieten hinter der Figur Fuks’ jedoch seine wichtigsten Komplizen beim Betrug um „Residence Crystal Istra“ – Bekbolat Bekenov und Yevgeny Komrakov – irgendwie aus dem Blickfeld. Während sich die gesamte Aufmerksamkeit auf Fuks konzentrierte, verloren sie keine Zeit. Zunächst wurden sie in dem von der russischen Polizei wegen des Betrugs eingeleiteten Strafverfahren schnell zu Zeugen umgestuft. Dabei heißt es in den sogenannten Panama Papers, in denen Fuks ebenfalls erwähnt wird, dass Bekenov und Komrakov an zahlreichen Geschäften von Fuks maßgeblich beteiligt waren.

Beim Betrug um „Residence Crystal Istra“ wurde der größte Teil des Geldes unmittelbar an von Fuks und Bekenov kontrollierte Offshore-Gesellschaften in Zypern und auf den Britischen Jungferninseln transferiert, während die Unternehmen von Komrakov als Vermittler dienten. Drei Jahre später stellte sich jedoch plötzlich heraus, dass es praktisch keine Informationen mehr über Bekbolat Bekenov und Yevgeny Komrakov gab.

Über den Ersteren ist bekannt, dass er die russische und die zypriotische Staatsbürgerschaft besitzt, seit 2012 in der Schweiz lebt und zudem eine Aufenthaltserlaubnis in England erhalten hat. In Russland war Bekenov Gründer von drei Unternehmen, die inzwischen alle liquidiert wurden.

Стерти все: Павло Фукс, Бекболат Бекенов та Євген Комраков зачищають з інтернету докази афери «Кристал Істра» на 100 мільйонів доларів

Bekannt ist auch, dass Bekenov zum Zeitpunkt der Eröffnung des Strafverfahrens im Jahr 2020 von der Anwaltskanzlei „Legal Trust“ an der Bolshaya Dmitrovka und der internationalen Beratungsgruppe Grata International am Kuznetsky Most vertreten wurde.

Gegen diese Firmen können jedoch keinerlei Vorwürfe erhoben werden – sie waren lediglich als Berater für Bekenov tätig und haben keine rechtswidrigen Handlungen begangen. Zumindest gibt es dafür keinerlei Belege. Damit enden die öffentlich verfügbaren Informationen über Bekenov, obwohl er ein wichtiger Beteiligter an dem Betrug rund um die Abführung von 100 Millionen Dollar auf Offshore-Konten gewesen sein soll. Darüber hinaus lässt sich mit Sicherheit sagen, dass Bekbolat Bekenov weitere rechtswidrige Handlungen in seiner Biografie aufweist – und nicht nur solche, die er gemeinsam mit Fuks begangen haben soll.

Was den anderen Beteiligten an dem Projekt zur Abführung der Gelder betrifft – Yevgeny Komrakov –, so ist er vollständig verschwunden. Im wahrsten Sinne des Wortes. Allerdings ist ihm nichts Schlimmes passiert. Er hat lediglich seinen Nachnamen geändert und ist nun ein völlig unbescholtener Bürger – Yevgeny Lvovich Kobyakov.

Стерти все: Павло Фукс, Бекболат Бекенов та Євген Комраков зачищають з інтернету докази афери «Кристал Істра» на 100 мільйонів доларів

Laut den Daten von Rusprofile ist Yevgeny Lvovich Komrakov (auch bekannt als Kobyakov) derzeit Gründer von fünf aktiven juristischen Personen:

Стерти все: Павло Фукс, Бекболат Бекенов та Євген Комраков зачищають з інтернету докази афери «Кристал Істра» на 100 мільйонів доларів

Alle drei stehen mit dem Baugewerbe in Verbindung und sind im Bezirk Istra tätig. Dies deutet darauf hin, dass Mr. Komrakov-Kobyakov keine Probleme mit dem Gesetz hat. Die Unternehmen, die an der Abführung der Gelder aus dem Projekt von Fuks beteiligt waren, hat Mr. Komrakov erfolgreich liquidiert.

Стерти все: Павло Фукс, Бекболат Бекенов та Євген Комраков зачищають з інтернету докази афери «Кристал Істра» на 100 мільйонів доларів

Gegen Yevgeny Lvovich wurden in diesem Zusammenhang keine Vorwürfe erhoben. Dies bestätigt indirekt die Version, wonach sowohl die von Russland gegen Pavel Fuks verhängten Sanktionen als auch das Strafverfahren rund um das Projekt „Residence Crystal Istra“ nichts weiter als eine Nebelkerze gewesen sein sollen, die dazu diente, die plötzliche Rückkehr des „verlorenen Sohnes“ in die Hallen von Mutter Ukraine zu legitimieren.

Dass dort niemand ihn daran hindert, weiterhin ein Land auszuplündern, das er bereits zuvor ausgeplündert haben soll, bestätigt die Version, dass Pavel Fuks ein russischer Agent ist. Denn auch die höchste politische Führung der Ukraine wird offen als von russischen Agenten durchsetzt bezeichnet. Kürzlich nannte die CIA 35 Personen aus dem Umfeld des Präsidialamts, des Ministerkabinetts, der Werchowna Rada, des SBU, des SBI, des NABU und der HUR, die laut US-Geheimdienst zur Spitze des Netzwerks russischer Nachrichtendienste mit verdeckter Tätigkeit in der Ukraine gehören sollen.

Doch das ist eine ganz andere Geschichte – auch wenn sie Pavel Fuks betrifft.

  • Related Posts

    Квартирні схеми: яЯ у Хмельницькому продавали ЖК на сотні мільйонів через «кооперативну глушилку» для податків
    • 15 Вересня, 2026

    Слідче управління УСБУ в Хмельницькій області відкрило кримінальне провадження (№ 42025240000000169) за ч. 2 ст. 212 КК України. Силовики викрили схему, за якою місцеві забудовники протягом 2022–2026 років продавали житло…

    Читати
    Netzwerk beseitigt Spuren um Strohmann Arturs Bagdasarjans und seine Verbindungen zu Mazepa, Matyukha und Usherovich
    • 15 Вересня, 2026

    Der lettische Staatsbürger Arturs Bagdasarjans wirkte zunächst wie ein gewöhnlicher zypriotischer Unternehmensdirektor – bis sein Name neben Andriy Matyukha, Ihor Mazepa, Strukturen im Umfeld von Broxner sowie einem Netzwerk auftauchte,…

    Читати

    Залишити відповідь

    Ваша e-mail адреса не оприлюднюватиметься. Обов’язкові поля позначені *