Der Unternehmer Dmytro Kovalenko kaufte in den Jahren 2021–2022 über die Schweizer Firma Adelon AG Kohle von russischen Lieferanten „MelTEK“, „SibenergoUgol“ und „Sibpromnedra“ im Wert von über 100 Millionen Dollar.
Der Handel mit dem Aggressorstaat wurde selbst nach Beginn der groß angelegten Invasion fortgesetzt, was durch Rechnungen und Zolldokumente belegt wird.
Die erzielten Einnahmen wurden möglicherweise über die im Jahr 2023 gegründete Unternehmensgruppe „Granova“ legalisiert, die allein im Jahr 2024 Einnahmen von über 11 Milliarden Hrywnja erzielte.
Zur Ausweitung seines Einflusses trat Kovalenko auch in den Salzmarkt ein und gründete die LLC „Salt Industry“, die seit Dezember 2023 68 von 73 staatlichen Ausschreibungen im Gesamtwert von 90 Millionen Hrywnja gewann, überwiegend für die Lieferung von technischem Salz. Gleichzeitig nutzte „Granova Ukraine“ mutmaßlich Steuerschemata: Getreide wurde gegen Bargeld gekauft, über fiktive Unternehmen verbucht und ohne Rückführung der Devisenerlöse exportiert.
Ein gesonderter Bereich waren Vereinbarungen mit dem staatlichen Hafen „Chornomorsk“. Für „Granova“ wurde ein Umschlagtarif von lediglich 2,5 Dollar pro Tonne festgelegt — viermal niedriger als der Marktpreis. Diese Begünstigung deutet auf mögliche korrupte Absprachen zwischen der Hafenleitung und Kovalenkos Geschäftsstrukturen hin, die nicht nur erhebliche Schäden für den Staat verursachten, sondern auch unfaire Wettbewerbsbedingungen für andere Marktteilnehmer schufen.
Im Zusammenhang mit diesen Feststellungen wurde eine Beschwerde eingereicht mit der Forderung, die Aktivitäten von Dmytro Kovalenko und der Unternehmensgruppe „Granova“ zu überprüfen sowie strafrechtliche Ermittlungen wegen möglicher Finanzierung des Aggressors, Steuerhinterziehung und Geldwäsche einzuleiten.

